Tanz eine globale Sprache

Organisation bzw. Mitorganisation von Tanz Events in Wien: Korea, Benin, Malaysia.

Schamanen sehen das Unsichtbare, hören das Unhörbare ,begreifen das Unfassbare

„Trance Formationen”, schamanische Performance mit Hiah Park in Wien, Odeon.
Hiah Park wurde in Korea geboren, studierte klassischen Tanz und klassische Musik. Als erste Frau erhielt sie die Anerkennung als koreanische Hofmusikerin. Sie übersiedelte in die USA, unterrichtete Tanz und Ethnologe. 1981 folgte sie ihrer Berufung zur Schamanin und wurde zur Mudang initiiert. Seither unternimmt sie als globale Künstlerin und Schamanin ausgedehnte Reisen und unterrichtet in ihren Workshops wie Angst in allumfassende Liebe transformiert werden kann und das Leben nicht mehr als Leid sondern als Zustand des Taumels, der Verzückung erfahren werden kann.
Hiah Park: „Bewegung um der Bewegung willen ist für mich sehr langweilig. Mir geht es darum, über emotionale Energie Gefühl in Geist zu verwandeln. Wenn Sie Körper, Seele und Geist zusammengebracht haben, dann wird aus diesem Tanz eine spezielle Energie, so als würde man ein spezielles Feuer anzünden, um damit Essen zu kochen.
Tanz ist auch Gebet und Medizin, aber gleichzeitig ein Mittel zur Reinigung, zur Klärung von Problemen. Tanz ist Transformation von Energie vom Anfang bis zum Schluss.“

Der Kut

Daedong Kut, rituelle Performance aus Korea mit Kim Keum-Hwa,

Bang Sang-Kyun, Choi Soo-Kyung, Kim Jung-Sook, Kim Hye-Kyoung, Kim Ka-Kun, Lee Hae-Kyung, You Kwang-Su im Theater des Augenblicks, Wien.

Als Kut bezeichnet man in Korea ein schamanisches Ritual, eine Zeremonie, bei der Schamaninnen und Schamanen in traditionellen, farbigen Kostümen vor einem Tisch tanzen, der wie ein Altar mit Blumen, Obst, Kerzen usw. gedeckt ist. Ein Kut gilt als mächtiger, direkter Prozess der Reinigung, der Ängste, Konflikte und Verwirrungen durchschneidet und die verloren gegangene Balance im Einzelnen oder in der Gesellschaft wiederherstellt.“ (Susanne Knödel: Schamaninnen in Korea)

Kim Keum-Hwa ist die spirituelle Mutter von Hiah Park. Kim Keum-Hwa gilt als eine der führenden Persönlichkeiten unter den koreanischen SchamanInnen. Sie wurde 1931 in Korea geboren und erkrankte mit 12 an „Shin Byong“ der so genannten Schamanenkrankheit. Fünf Jahre später wurde sie von ihrer Großmutter initiiert. 1984 erhielt sie die Bezeichnung „National Living Treasure.“

GÈLÈDÈ, Tanz der Masken

 Gèlèdè Maske, Save, Benin Gèlèdè Maske, Save, Benin

 Gèlèdè, Tanz der Masken.

14.Oktober 2006, Tanzquartier Wien, in einer Bühnenfassung von Koffi Kôkô.

 Gèlèdè, ein Gesamtkunstwerk aus Oper, Straßentheater, Kabarett und Ritual findet zu Ehren der „ursprünglichen Mutter“ statt, wobei es nicht um das Geschlecht sondern um das weibliche Prinzip geht. Männer ziehen Frauenkleider an, singen und tanzen für „unsere Mütter“, um an deren Großzügigkeit zu appellieren, bei Problemen wie Dürre, Kinderlosigkeit etc. der Gemeinschaft zu helfen.

Gèlèdè der westafrikanischen Republik Benin steht auf der UNESCO Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit.

Die Masken zählen schon lange zu begehrten Kunstobjekten. Ein nicht unwesentlicher Teil befindet sich in europäischen Museen. Sie bestehen aus einem nahezu immer gleich bleibenden Kopf mit unterschiedlichen, phantasievoll geschnitzten Motiven im Überbau, die auch Szenen aus dem modernen Leben zeigen .Als „lebendige Antiquitäten mit spirituellem Hintergrund“ bezeichnet die Museumskonservatorin und Gèlèdè-Initiierte Rachida de Souza diese Kunstobjekte als „Träger von Werten, denen man durch die Zeremonie ein bestimmtes Eigenleben gibt."

Sutra Dance Theatre, Kuala Lumpur, Malaysia

Das Sutra Dance Theatre war zu Gast im Salvator Saal in Wien mit Spellbound Odissi Live und gab einen Mudra Workshop.

Das Sutra Dance Theatre, Teil der Sutra Foundation, ist d i e kulturelle Institution in Malaysia. Gegründet wurde das Sutra Dance Theatre 1983 von Ramli Ibrahim. Er wurde im klassischen westlichen Ballett, der modernen Technik von Martha Graham sowie dem klassischen indischen Tanz ausgebildet. Ramli Ibrahim sieht seine Arbeit u.a. als Brücke, Traditionelles und Zeitgenössisches in der Performance Kunst zu verbinden.

In der Sutra Akademie werden die besten malaiischen TänzerInnen ausgebildet. Sutra ist nicht nur der Name einer alten indischen Versform sondern auch das malaische Wort für Seide.