Kuba

Cuba, que linda es cuba....

Santiago, Sierra Maestra, Holguin, Escombray, Cienfuegos, Camaguey, Isla de la Juventud

Varadero exclusiv, Havanna inclusiv

 irgendwo in Havanna irgendwo in Havanna
HAVANNA, Verfall, Vitalität, Visionen

“In den Adern der Kubaner fließt kein Blut, sondern brennt ein Feuer; ein melodiöses Feuer“, schreibt die kubanische Autorin Daina Chaviano in ihrem Roman „Havanna Blues“. Musik scheint der Brennstoff dieser Stadt zu sein, deren Bewohnerinnen und Bewohner sich in einem rhythmisch gewebten Netz aus Gesten, Sprechen, Lachen, Schritten, Tanzen bewegen, das auf die meisten Besucherinnen und Besucher unwiderstehlich wirkt. Singende Taxifahrer und tanzende Kellnerinnen sind keine Ausnahmen sondern Alltäglichkeiten.
Im Hintergrund die erbarmungswürdigen Fassaden der Häuser, auf den Straßen pure Vitalität. Der öffentliche Raum ist in den Händen jener, denen er gehört, der Bevölkerung.
Bettelei? Kommt vor, präsentiert sich aber gerne mit einem entschuldigenden Lächeln. Eine alte Ausgabe von „Granma“ für ein Stück Seife oder ein Shampoo?
Prostitution? Ja. Vor allem im Touristenviertel. Eine Studentin mit exzellenten Fremdsprachenkenntnissen kann an einem Tag mehr verdienen als eine Ärztin im Monat. Auch kubanische Lehrer stehen Einladungen von Touristinnen nicht ablehnend gegenüber, denn mit 25 Dollar im Monat ist es schwer, auszukommen.
Lebensmittelknappheit? Offensichtlich, trotz der Lebensmittelkarte, die jedem monatlich Milch, Brot, Reis, Zucker, Kaffee, Eier, Fisch und Bohnen zuweist.
Erfindungsreiche Kochrezepte wie das folgende waren Teil einer Kabarettvorstellung in Havanna:
„Man nehme ein Stück Stoff, koche es auf kleinem Feuer weich, paniere es mit viel Zwiebeln und biete es als Brot mit Spanferkel an.“
Menschenrechte: Nun ja, ein anderes, eher trauriges Kapitel.
Havanna ist eine Millionenstadt mit dörflicher Kommunikation. In einem Lokal in der Altstadt wird nachts eine Armbanduhr verloren. Am nächsten Morgen weiß bereits der kubanische Betreuer davon, noch bevor die Besitzerin den Verlust bemerkt hat. Wie das möglich sei wird der Kubaner gefragt. Seine Antwort darauf.“ Wir Kubaner haben nicht viel zu tun. Wir beobachten und wir reden über das, was wir beobachten.“ Die Uhr selbst ist allerdings nicht mehr wieder aufgetaucht.